Sodbrennen (Reflux)
Bei gehäuft auftretendem Rückfluss der Magensäure und Galle in den Ösophagus (Speiseröhre) kann es zu klinischen Beschwerden wie Sodbrennen, Dysphagie oder Bauchschmerzen kommen. Die Häufigkeit beträgt zwischen 5% und 10% der Bevölkerung, von denen
- Primäre Refluxkrankheit: inkompetenter Verschlussmechanismus des unteren Ösophagussphinkters
- Sekundäre Refluxkrankheit: Auftreten bei bekannter Ursache mit nachweisbaren anatomischen Veränderungen am gastroöesophagealen Übergang (z.B. bei Sklerodermie oder nach Myotomie wegen einer Achalasie)
Die Symptome hierbei bestehen wiederum in Sodbrennen, brennenden restrosternalen Schmerzen, Aerophagie, Regurgitation von Mageninhalt, Dysphagie und saurem Aufstoßen. Die Beschwerden können sich postprandial im Liegen und bei Betätigung der Bauchpresse verstärken. Eventuell bestehen auch extra ösophagiale Symptome in Form von Mikroaspiration (Laryngitis, asthmatische Beschwerden, chronische Bronchitis).
Chirurgische Behandlung *
Die Therapie kann operativ, Fundoplicatio nach
Indikation zur Operation:
Die Indikation zur Operation wird abhängig von
- Leidensdruck, daraus resultierende schlechte Lebensqualität (kann speziell quantifiziert werden)
- Hinzutretende Komplikationen (wie Einblutungen)
- Funktionsdefekte
- Compliance
- Allgemeinzustand
Vor einer Operation sind die Funktionstests standardisiert: Manometrie und
Zur OP-Technik:
Mit der Operation wird die
Bei der richtigen Indikationsstellung erreicht man eine sofortige Heilungsrate von 95%. Dies macht die bisherige medikamentöse Therapie ab einem bestimmten Stadium sogleich überflüssig. Durch die medikamentöse Dauertherapie entstehenden hohen Kosten für das Gesundheitswesen, welche dann ebenfalls entfallen.
Nachsorge:
- Röntgen-Ösophagusbreischluck unmittelbar postoperativ
- Ösophagusgastroskopie
- pH-Metrie-Kontrolle
- Wundpflege 1 Woche
- Gastroskopische Kontrolle nach 1 Monat, nach 3 Monaten und nach 1 Jahr
* Anmerkung: Operationen werden in unserem Partner-Institut, mednord, durchgeführt.
